auf dem ehemaligen Gartenschau-Gelände in VS-Schwenningen
Unter dem Motto „Leben und Arbeiten im Moos zur Steinzeit und heute“ wurde im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2010 das von der Stadt zur Verfügung gestellte Gelände (beim Eisstadion) in Anlehnung an prähistorische Funde in Schwenningen gestaltet.
Zentrum der Anlage bilden verschiedene nachempfundene Elemente von
stein- und bronzezeitlichen Siedlungen wie:
- Ein steinzeitliches Haus (3 m x 5 m Größe) in Lehmbauweise mit Ausstattung des Innenbereichs
- Ein Lehmbackofen
- Verschiedene Bauformen von prähistorischen hölzernen Wegen sind weitere Elemente der angedeuteten Siedlung, die durch den vorhandenen Gehölzbewuchs und stabile Weidenflechtzäune umgeben ist
- Im hinteren Teil grenzt ein Palisadenzaun aus Holzstämmen zum vorhandenen Graben ab
Während der Gartenschau wurde ein weiteres Haus fertiggestellt. Zu folgenden Themen gab es Vorführungen und Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene:
Filzen, Weben, Spinnen, Steinzeitmalerei, Töpfern, Backen mit dem Lehmofen,
Kochen, Schmuck basteln und Lehmbaukurse.
Mit dem Bau der Anlage wurde im Mai 2009 begonnen. Das Holz wurde im „Schwenninger Moos” im Rahmen einer Moor-Renaturierungsmaßnahme gewonnen. Das Weidenzaunmaterial fiel bei Gehölzpflegemaßnahmen an. Im Juni 2009 stand das Grundgerüst für das Haus, und es konnte in der warmen Jahreszeit mit den Lehmarbeiten begonnen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation wurde folgenden Themen gewidmet:
„Arbeit mit Schafen in der Landschaftspflege, sowie der Renaturierung des Naturschutzgebietes Schwenninger Moos“
Gegenüber der prähistorischen Siedlung und im Osten der vorhandenen
Kleingartenanlage wurden Heidschnucken gezeigt. Es gab auch Schafe zum Streicheln.
Auf Ausstellungstafeln wurde die Tierrasse vorgestellt und verschiedene
Beweidungsprojekte in der Region erläutert.
Vorführungen und Workshops fanden zu folgenden Themen statt:
Schafschurvorführungen, Bau von Grabensperren, Moor-Renaturierung.