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Entsorgungsnachweis Opalinuston im Züricher Weinland Standortsuche für ein Endlager für radioaktive Abfälle

03.12.2005

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, Arbeitskreis Schwarzwald-Baar gibt im Rahmen der öffentlichen Auflage zu o. g. Verfahren folgende Stellungnahme ab:

Unter Berücksichtigung des bisherigen Verfahrens und der uns bekannten Unterlagen lehnen wir ein atomares Endlager im Züricher Weinland ab.
Eine Fokkussierung der weiteren Standortuntersuchungen auf die Region unmittelbar an der deutschen Grenze ist für uns nicht akzeptabel.
Wir fordern, dass auch andere potenziell geeignete geologischen Formationen in der Schweiz mit der gleichen Intensität wie der Opalinuston untersucht werden.
Sollte kein Standort gefunden werden, der internationalen Sicherheitsstandards entspricht halten wir es für notwendig, dass internationale Lösungen angestrebt werden.

Zahlreiche offene Fragen in Zusammenhang mit der Sicherheit der geplanten Anlage sind noch ungeklärt. Aus diesem Grund halten wir die Voraussetzungen zur Erteilung eines Entsorgungsnachweises für nicht gegeben. Nach unseren Kentnissen ist unter Berücksichtigung des Schweizer Atomenergiegesetzes keine Eile geboten.
Offene Fragen zur Gasmigration, zur Auswirkung von entstehenden Gasen, zur geplanten Betonitverfüllung und den Endlagerbehältern lassen unserer Meinung nach die Erteilung eines Entsorgungsnachweises nicht zu.

Wir weisen darauf hin, dass ein Endlager in unmittelbarer Nähe des Rheins ein zusätzliches Gefahrenpotential für die Trinkwasserversorgung von vielen Millionen Menschen darstellt.

Wir teilen die Bedenken der Bürger, die aus Quellen am Rhein ihr Trinkwasser erhalten.

Mehrere Erdbeben, die auch in unserer Region die Bürger erschreckt haben, stellen den Standort „Züricher Weinland“ ernsthaft in Frage. Es ist nicht nachvollziehbar, dass dies laut Aussage der NAGRA keine Gefährdung darstellt.

Atomare Strahlung macht nicht vor Ländergrenzen halt. Wir fordern die Beteiligung der deutschen Seite an o. g. Verfahren, die wie vom Landkreis Schwarzwald–Baar gefordert in einem Staatsvertrag festgelegt werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Schick, Vorstand

Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen in Sachen Atommüllendlager Benken auf der Homepage unseres BUND Regionalverbands südlicher Oberrhein in Freiburg: http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/atommuell-endlager-info.html



Unsere Kontaktdaten

BUND Regionalgeschäftsstelle
Schwarzwald-Baar-Heuberg
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